Wanderung zur Erbebenwarte am 19.03.2017

Der Herberger Harzklub visiert zum Start der neuen Wandersaison das Harzvorland an. Dieses mal war der Göttinger Stadtwald mit Besichtigung der Erdbebenwarte das Ziel.
nach der Wanderung, die durch Warteberg und Kehr führten, gab es einen sehr interessanten Vortrag eines Mitgliedes des Fördervereins “Wiechertsche Erdbebenwarte”. Der wissentschaftliche Zusammenhang wurde allgemeinverständlich erklärt. Höhepunkt war der Fall der vier Tonnen schweren Stahlkugel auf dem Gelände.

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Diese Gedenkstätte wurde nach dem 1. Weltkrieg den gefallenen Soldaten gewidmet.

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Diese im sog. Sautal des Göttinger Stadtwaldes gelegene Schutzhütte bietet eine willkommene Möglichkeit zur Rast. Errichtung unbekannt.

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Nach der Stärkung wird das obligatorische Foto zur Erinnerung gemacht.

Wiechert’sche Erdbebenwarte

Inschrift von Wiechert über dem Eingang zum Alten Erdbebenhaus

Die Wiechertsche Erdbebenwarte wurde 1902 unter der Leitung von Emil Wiechert am Hang des Wartebergs, eines Ausläufers des Hainbergs, bei Göttingen gebaut, nachdem dort das weltweit erste Institut für Geophysik eingerichtet worden war. 1925 wurde die Erdbebenwarte durch das so genannte Neue Erdbebenhaus erweitert. Sie beherbergt mehrere von Wiechert entwickelte Seismographen. Diese sind die ältesten ihrer Art und wurden Vorbild für viele weitere Seismographen. Außerdem handelt es sich um die einzigen Seismographen, die seit über 100 Jahren bis heute fast ununterbrochen Daten aufzeichnen. Damit ist die Wiechertsche Erdbebenwarte die einzige Einrichtung, die den direkten Vergleich großer Erdbeben der Vergangenheit, wie beispielsweise das Erdbeben von San Francisco 1906, mit heutigen Erdbeben ermöglicht.

Bis zum Jahr 2005 wurde die Erdbebenwarte von der Universität Göttingen betrieben. Als der Betrieb eingestellt werden sollte, wurde die Hälfte des Geländes vom Verein Wiechert’sche Erdbebenwarte Göttingen e.V. übernommen, um den Betrieb fortzuführen und die Erdbebenwarte für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mintrop-Kugel-Fallturm

Mintrop-Kugel

Auf dem Gelände befindet sich auch die so genannte Mintrop-Kugel, welche ab 1908 von Ludger Mintrop verwendet wurde, um kleine, künstliche Erdbeben zu erzeugen. Die vier Tonnen schwere Stahlkugel wurde dazu von einem 14 Meter hohen Gerüst fallen gelassen. Mintrop war ein Schüler von Wiechert und gilt als Mitbegründer der modernen Geophysik. Die Erschütterungen zeichnete er mit sogenannten transportablen Seismographen auf. Es gelang ihm ein dreidimensionales Bild der Bereiche unter der Erdoberfläche zu erstellen. Dadurch konnten beispielsweise die Grenzbereiche zwischen festen und flüssigen Gesteinsschichten lokalisiert und Rückschlüsse auf die Beschaffenheit geologischer Strukturen nahe der Oberfläche gezogen werden. Mit den gewonnenen Erkenntnissen entwickelte Mintrop das Verfahren der Refraktionsseismik und gründete die Firma Seismos zur Exploration von Rohstofflagerstätten, welche insbesondere durch die Entdeckung bedeutender Ölfelder bekannt wurde.[3]
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiechert%E2%80%99sche_Erdbebenwarte)

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